Ruth Schilling

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Publications of Ruth Schilling_8_2013

Ruth Schillings wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der politischen Kultur frühneuzeitlicher Monarchien und Stadtrepubliken. In ihrem Habilitationsprojekt befasst sie sich mit dem Zusammenhang zwischen königlicher Körperlichkeit und Staatsbildung im Kurfürstentum Sachsen und dem Königreich Polen/Litauen während der sächsisch-polnischen Personalunion (1697-1706; 1709-1763).
Ihre 2007 an der Humboldt-Universität zu Berlin eingereichte Dissertation analysiert politische Ordnungsvorstellungen in Text- und Bildquellen städtischer Rituale in Venedig, Hamburg, Bremen und Lübeck (Stadtrepublik und Selbstbehauptung. Venedig, Bremen, Hamburg und Lübeck im 16.-17. Jahrhundert, 2012).
Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich 640 “Repräsentationen sozialer Ordnung im Wandel” (Humboldt-Universität zu Berlin) hat sie sich mit religiösen und politischen Repräsentationen der Monarchie in Frankreich und Dänemark im 17. Jahrhundert befasst (Säkularisierungen in der Frühen Neuzeit. Methodische Probleme und empirische Fallstudien, in Zusammenarbeit mit Matthias Pohlig, Ute Lotz-Heumann, Vera Isaiasz, Heike Bock und Stefan Ehrenpreis 2008). Als Teil einer Gruppe von Mediävisten, Byzantinisten, Islamwissenschaftlern und Indologen hat sie sich an einem transkulturell globalgeschichtlichen Zugriff auf vormoderne monarchische Herrschaftsformen versucht, ein Versuch, dessen Verschriftlichung bald als Monographie vorliegen soll.

Unter der Leitung von Professor Dr. Volker Hess hat sie von 2009-2012 als Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Medizn (Charité Berlin) das Praxistagebuch Johann Friedrich Glasers ausgewertet (1750-1763). Glaser war Sohn eines Scharfrichters und Stadt- und Amtsphysikus in Suhl. Über seine Biographie und seine ärztliche Praxis wird demnächst ein Buch erscheinen. Das Projekt war Teil des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forscherverbundes “Ärztliche Praxis 17.-19. Jahrhundert“. Seine Ergebnisse werden in eine Ausstellung einfließen, die ab Oktober 2013 erst im Medizinhistorischen Museum der Charité Berlin und anschließend im Deutschen Medizinhistorischen Museum Ingolstadt gezeigt werden wird.